Latexfarbe

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Latexfarbe gilt durch seine Struktur im Vergleich zu vielen anderen Farben als besonders strapazierfähig. Seine einzigartigen, schützenden Eigenschaften kommen daher besonders in öffentlichen Räumen, oder Räumen mit hoher Belastung wie z.B. Bädern, Küchen, Fluren und Treppenhäusern zum Tragen. Erfahren Sie mehr von den speziellen Vor- und Nachteilen sowie den besten Anwendungsmöglichkeiten von Latexfarbe in unserer kurzen Übersicht.

1. Entwicklung der Latexfarbe

Während ihres Ursprungs enthielten Latexfarben das namensgebende natürliche Bindemittel (Latex) aus dem Inneren des Kautschukbaumes. Hierdurch gewannen Latexfarben viele, der noch heute verfügbaren, positiven Eigenschaften, durch die sie bekannt, jedoch äußerst kostspielig wurden. Echte Latexfarben sind aus diesem Grund nahezu vollständig vom Markt verschwunden.

An ihre Stelle tritt heute eine moderne Form der Latexfarbe. Im eigentlichen Sinne enthalten heutige Latexfarben kein Latex mehr und zählen eher zu den Dispersionsfarben. Sie werden mit einem Bindemittel aus Kunstharz angereichert, um ihre ursprünglichen Vorteile beizubehalten. Ihren Namen besitzen sie jedoch nach wie vor aufgrund der mit ihm positiv verbundenen Eigenschaften.

2. Vorteile und Nachteile von Latexfarbe

Die Verwendung von Latexfarben bietet sich aufgrund ihrer hohen Strapazierfähigkeit besonders in Räumen mit hoher Belastung an. Gerade in Küchen und Bädern überzeugt die Farbe damit, dass sie wasserbeständig ist und Verunreinigungen sich leicht abwischen lassen, ohne die Farbe zu beschädigen.

Zu den Nachteilen von Latexfarbe zählt allerdings, dass diese im Vergleich zu anderen qualitativ gleichwertigen Farben, wie Kalkfarbe, weniger gut deckend ist. Streichen Sie Ihre Wände weiß, dann stellen Sie sich, aufgrund der geringen Deckkraft, bereits auf mehrere Anstriche ein.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Latexfarbe atmungsaktiv sein. Latexfarbe isoliert Wände, wodurch Feuchtigkeit nur bedingt entweichen kann. An ungedämmten Wänden im Innenbereich besteht somit die Gefahr der Schimmelbildung.

Zusätzlich dazu lässt sich Latexfarbe nicht so einfach überstreichen. Latexfarben erhalten Sie jedoch in unterschiedlich starken Glanzgraden (die Auswahl reicht von matt bis glänzend). Je höher der Glanz der Latexfarbe ist, desto schwieriger bleiben andere Farben an ihr haften.

Bevor Latexfarben also überstrichen werden können, sollten diese leicht angeschliffen und abgestaubt werden. Schleifpapier mit einer Körnung von 120 erreicht hierzu das beste Ergebnis.

Beachten Sie, dass das Entfernen von Latexfarben nach dem Überstreichen meist sehr mühselig und schwierig wird. Erfahren Sie mehr dazu in unserer Anleitung Latexfarbe entfernen.

Vorteile im Überblick:

  • Wasserverdünnbar
  • Sehr schonend für die Umwelt und Gesundheit
  • Äußerst beständig gegen Verunreinigungen
  • Wasserdampfundurchlässig
  • Geruchsarm
  • Schnell trocknend und gut deckend
  • Durch ihre dünne Schicht besonders gut für Tapeten mit Struktur geeignet

Nachteile im Überblick:

  • Deckt nicht so stark wie andere Farben
  • Viele Latexfarben lassen sich nicht mit anderen Farben überstreichen
  • Lässt sich nicht leicht entfernen
  • Versiegelt Wände, wodurch Schimmelbildung begünstigt wird

3. Anwendung Latexfarbe

Dadurch, dass Latexfarbe eine isolierende Wirkung besitzt, kann es vorkommen, dass Vermieter grundsätzlich die Verwendung solcher Farben untersagen. Holen Sie sich am besten im Vorfeld eine schriftliche Genehmigung des Vermietern.

Prüfen Sie allerdings auch bei Eigentumswohnungen, ob Ihre Wände ausreichend gedämmt sind, bevor Sie sie mit Latexfarbe versiegeln.

Durch seine gute haftende Struktur eignet sich Latexfarbe zum Streichen vieler unterschiedlicher Flächen, wie:

  • Betonwände,
  • trockenes Holz,
  • Hartfaserplatten,
  • PVC und
  • Metall

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