Raufasertapete Tapezieren

Raufasertapete gilt als äußerst umweltfreundlich und lässt sich problemlos überstreichen. Erfahren Sie hier was es beim Tapezieren zu beachten gibt.
Lesezeit
3 Min.
0
0

Entscheiden wir uns beim Renovieren unserer Wohnung für das Tapezieren, bleibt noch die Wahl zwischen herkömmlicher- und Raufasertapete. Im Vergleich zu herkömmlicher Tapete gibt es jedoch einige Dinge auf die man besonders achten sollte, wenn man Raufasertapete tapezieren möchte. Mittlerweile als Klassiker bekannt, setzt sich Raufasertapete (auch als Rauhfaser bekannt) oft aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile durch. Neben den Besonderheiten für Raufasertapete hilft Ihnen bestimmt auch unsere allgemeine Anleitung zum richtigen tapezieren.

Ihre Wand vom Preis-Leistungs-Sieger streichen lassen?

In Kürze:

  • Raufasertapete kann nur mit einem Spezialkleister tapeziert werden.
  • Die Kosten für Raufasertapete sind teilweise deutlich geringer als bei herkömmlichen Tapeten.
  • Raufasertapete lässt sich problemlos überstreichen.
  • Kleinere Fehler beim Tapezieren werden problemlos kaschiert.
  • Durch ihre Verarbeitung von Altpapier gilt Raufasertapete als äußerst umweltfreundlich.

1. Auf alte Raufasertapete tapezieren

Raufasertapete lässt sich leider nicht übertapezieren. Aufgrund der körnigen Struktur würde der Kleister nicht flächendeckend an der neuen Tapete haften und ein Kleben der Bahnen verhindern. Daher auf jeden Fall vor dem tapezieren darauf achten alte Tapeten und Reste zu entfernen und für einen geeigneten Untergrund zu sorgen.

Ist die Raufasertapete bereits tapeziert, lässt sie sich minimal verschieben, da sonst das Material reißt.

2. Vlies-Raufasertapete

Eine weitere Besonderheit ist die Vlies-Raufasertapete. Der Hauptunterschied zur Raufasertapete liegt hier in der dimensionsstabilen Beschaffenheit. Das bedeutet, dass ein Ausdehnen der Tapete durch die Feuchtigkeit des Kleisters verhindert wird. Einen Tapeziertisch zum Einkleistern der Tapetenbahnen benötigen wir daher nicht. Die Wand einfach mit dem Kleister bestreichen, die Vlies-Raufasertapete direkt von der Rolle anlegen und mit einer Moosgummirolle glattstreichen. Ein weiterer Vorteil von Vlies- im Vergleich zu herkömmlichen Tapeten macht sich spätestens beim entfernenbemerkbar. Vliestapeten lassen sich trocken deutlich leichter entfernen, als herkömmliche Tapeten.

3. Speziellen Tapetenkleister für Raufasertapeten anrühren

Der Umgang mit dem Kleister will geübt sein, hier ist Vorsicht geboten. Damit die Tapetenbahnen zügig bestrichen werden können, sollte Sie den Kleister sorgfältig Vorbereiten.

Das genaue Mischverhältnis wird vom Hersteller auf der Packung angegeben und liegt meist bei 1:20. Zum Anrühren verwenden wir hierzu kaltes, klares Wasser und fügen den Kleister langsam unter kräftigem Rühren hinzu, um das Bilden von Klumpen zu vermeiden. Auch die Quellzeit kann von Hersteller zu Hersteller variieren.

Nach einer kurzen Pause einfach noch einmal umrühren, bevor es mit dem bestreichen der ersten Bahnen losgehen kann.

4. Das Tapezieren von Problemstellen

Obwohl Raufasertapete durch seine raue Beschaffenheit viele kleinere Fehler verzeiht, sollte man bei Problemstellen besonders genau arbeiten.

Achten Sie gerade bei Ecken und Kanten darauf:

  • Nicht überlappend zu tapezieren und
  • die Tapetenbahnen nicht übereinander zu tapezieren.

Die raue Beschaffenheit kann hier sogar zum leichten Nachteil werden, da hier Überlappungen sogar betont werden.

Bei Außenecken die Bahnen deswegen am besten so anlegen, dass wir einen Überstand von ca. 3 cm erhalten. Diesen anschließend sorgfältig mit einem Papiermesser abschneiden. Mit einem sauberen Schnitt sollte es nicht auffallen, dass sich hier zwei Bahnen treffen.

Doch nicht selber machen? Angebot vom Profi anfordern
Unverbindliches Angebot von Weissmaler anfordern

Weitere Ratgeber Artikel: