Dispersionsfarbe

Streichen Sie im Innenbereich, stehen die Chancen hoch, dass Sie Dispersionsfarbe verwenden. Sie zählt zu den meistverwendeten Farben und Lacken. Doch was ist Dispersionsfarbe eigentlich und worauf sollte man achten?

Die Vorteile von Dispersionsfarbe im kurzen Überblick:

  • Dispersionsfarbe ist wasserverdünnbar,
  • trocknet schnell
  • ist sehr gut deckend
  • geruchsarm und
  • abwaschbar

Ein Nachteil stellt das Entfernen von Dispersionsfarbe dar, denn diese lässt sich nur schwer entfernen.
 

#1 Dispersionsfarbe Eigenschaften

Dispersionsfarbe setzt sich zusammen aus

  1. Wasser,
  2. Bindemittel und
  3. Farbpigmenten.

Die Pigmentfarbe ist mit dem Wasser zwar nicht ineinander löslich, lässt sich jedoch durch das Bindemittel mit kaum sichtbaren Spuren verbinden. Zu den verwendbaren Farbpigmenten zählen kalk- sowie zementechte Erd- und Mineralfarben.

Beim Auftragen von Dispersionsfarbe verdunstet das Wasser und hinterlässt das eingefärbte Bindemittel auf der bestrichenen Fläche zurück. Dadurch lässt sich Dispersionsfarbe hervorragend mit Wasser verdünnen.
 

#2 Arten von Dispersionsfarbe

Dispersionsfarbe lässt sich in unterschiedliche Arten unterteilen. Zu diesen zählen:

  1. Kunstharz-Dispersionsfarbe
  2. Dispersions-Silikatfarbe
  3. Natur-Dispersionsfarbe

Spricht man von Dispersionsfarbe ist in der Regel Kunstharz-Dispersionsfarbe (auch als Kunstharz-Dispersionsanstrich bekannt) gemeint. Sie ist besonders leicht zu verarbeiten und lässt sich, wie auch die anderen Dispersionslacke sowohl Innen als Außen verwenden.

Silikatfarbe gilt dadurch, dass sie sich durch Verkieselung mit dem Untergrund verbindet, als äußerst beständig. Zu den Silikatfarben zählen sowohl Mineral- als auch Wasserglasfarben. Dispersions-Silikatfarbe vereint nahezu alle Vorteile von Dispersions- und Silikatfarben, indem sie eine zusammenhängende Farbschicht schafft.

Natur-Dispersionsfarben gleichen Dispersionsfarben in ihrer Anwendung, unterscheiden sich jedoch größtenteils in den Bestandteilen ihrer Zusammensetzung. Die Basis bilden natürliche Inhaltsstoffe, die größtenteils mineralischer oder pflanzlicher Herkunft sind. Hauptbestandteil ist in der Regel Sonnenblumen-, Lein- oder Sojaöl.

Überzeugen sie sich von den Vor- und Nachteilen in einem kurzen Vergleich.

Kunstharz-DispersionsfarbeDispersions-SilikatfarbeNatur-Dispersionsfarbe
+ leicht anwendbar+ Beinhaltet die gleichen Vorteile wie Dispersionsfarbe+ enthält weder Lösungsmittel noch Giftstoffe
+ äußerst beständig gegen Verunreinigungen+ Ist durch den alkalischen Gehalt resistenter gegen Verschmutzungen und Algenbewuchs+ Schont die Umwelt dadurch, dass bei der Herstellung auf die Verwendung von Erdöl verzichtet wird
+ lässt sich problemlos überstreichen + Im Gegensatz zu synthetischen Farben bewahren Natur-Dispersionsfarben durch ihre mineralischen Farbpigmente ihre Farbkraft über einen längeren Zeitraum und bleiben auf Untergründen besser haften
+ äußerst umweltverträglich  
– Entfernen von Dispersionsfarbe erfordert Lösemittel– alkalische Bindemittel stellen Verätzungsgefahr dar– deutlich längere Trocknungszeit
– Anfällig gegen Algenbewuchs– deutlich teurer– hat einen höheren Preis, da sie in vergleichsweise geringeren Mengen produziert wird
– Beigemischte Biozide können allergische Reaktionen hervorrufen  

#3 Anwendungsbereich von Dispersionsfarbe

Dispersionsfarben lassen sich durch ihre gute Haftung sowohl im Innen- als auch im Außenbereich hervorragend anwenden. Als einzige Ausnahme benötigen Metalluntergründe eine besondere Vorbehandlung mit Rostschutzanstrich.

Dispersionsfarben haben im Außenbereich bereits andere Farbarten wie Kalkfarben erfolgreich verdrängen können. Allerdings sind sie, wie frische Anstriche, besonders frostanfällig. Achten Sie aus diesem Grund bei der Anwendung auf eine Temperatur von über 5°C.

Im Innenbereich sollten Sie in erster Linie, je nach Raumnutzung auf die Nassabriebbeständigkeit achten. Verwenden Sie in Räumen wie Küchen, Bädern und Fluren, die einer höheren Belastung ausgesetzt sind, Dispersionsfarben der Nassabrieb-Klasse 2.

In allen anderen Räumen, in denen die Belastung nicht allzu hoch ist, ist eine waschbeständige Dispersionsfarbe der Nassabriebklasse 3 ausreichend.
 

#4 Kosten für Dispersionsfarbe

Während weiße Dispersionsfarbe bereits recht günstig im Baumarkt erhältlich ist, können die Preise für Farbeimer teilweise stark variieren. Zu den Kriterien mit direktem Einfluss auf den Preis zählen:

  • Art der Dispersionsfarbe (ob Kunstharz-Dispersionsfarbe, Dispersions-Silikatfarbe oder Natur-Dispersionsfarbe)
  • Höhe der Deckkraft
  • Stufe der Abriebklasse
  • Verderblichkeit der Farbe bei Lagerung

Fazit: Dispersionsfarben gehören heute zu den vielseitigsten und meist verwendetsten Farben. Sie sind äußerst robust und eignen sich sowohl für die Verwendung im Innen- als auch im Außenbereich. Seien Sie jedoch vorsichtig bei der Anschaffung und der Verwendung von Dispersionsfarben. Gerade Dispersion-Silikate können aufgrund ihrer ätzenden Eigenschaft gesundheitsgefährdend sein. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen Fachmann, der Ihnen auch bei der zu beschaffenden Menge genaue Auskünfte geben kann.
 

Dispersionsfarbe
Rate this post

Das könnte Sie auch interessieren

info roll block monitor arrow-swing money location-map phone usp-check usp-phone usp-quality envelope-o triangle-right triangle-left user home bookmark thumbs-o-up trophy suitcase building-o shield joomla building child cab facebook-official whatsapp search